Digitales Abbild des Werks als Weg in die Zukunft: Neue Online-Plattform openpack aus Weiden

Für die Firma CIPA aus Weiden ist die Zukunft der Wellpappenindustrie durch und durch digital – aber nicht um Dinge zu verkomplizieren, sondern um sie zu vereinfachen. Denn das junge, im Dezember 2019 gegründete Start-up-Unternehmen begleitet die Branche schon länger und erkannte Verbesserungsbedarf, was die Datenerhebung und -verarbeitung über einzelne Maschinen, Firmen und Prozesse hinaus angeht.

Dr. Stefan Uebelacker, Managing Director von CIPA, schildert als Beispiel: „Wir haben beispielsweise erlebt, dass der Wissenstransfer im Werk zuweilen noch über ein altes Handbuch mit handschriftlichen Notizen erfolgt. Wir dachten uns, dass digitale Lösungen für mehr Transparenz und Effektivität sorgen würden. Aber diese zu entwickeln, ist natürlich hochkomplex.“ Die Idee zur digitalen Plattform „openpack“ war geboren.

Die Grundidee der Plattform ist es, für mehr Transparenz und Produktivität im Werk zu sorgen. Die Kunden erhalten einen fabrikweiten Gesamtüberblick über all ihre Maschinen und können schneller Entscheidungen treffen. Alle Partner profitieren von schnellem Datenaustausch, einfachen Schnittstellen und zusätzlichen, digitalen Vertriebskanälen. Das Unternehmen CIPA führt damit die Wellpappen- und Verpackungsbranche in die digitale Zukunft. Mit seinem rund 20-köpfigen Team arbeitet das Unternehmen an der Zukunft der Wallpappenbranche. Ansässig in seinem Büro im E-House bei der OTH Amberg-Weiden arbeiten die MitarbeiterInnen zurzeit vom Home-Office aus.

Digitales Abbild der Fabrik mit allen Maschinen

Ende 2020 ging die selbstentwickelte Plattform openpack offiziell an den Start und die ersten Kunden nutzen die Plattform der Oberpfälzer bereits mit Erfolg. Sie erstellt ein digitales Abbild der Fabrik und gewährt einen Überblick über die Zustände aller Maschinen. Auf der Plattform werden alle Informationen gebündelt, Systeme herstellerunabhängig miteinander verbunden und ein reibungsloser Datenaustausch ermöglicht. Unterstützt wird die gesamte Produktion sowie Einzelprozesse wie die Rohstoff- und Teilebeschaffung. Mit betriebsbereiten Anwendungen wie dem „Asset Manager“ können zum Beispiel die genannten Betriebshandbücher, Maschinenstrukturen und Schichtberichte in digitaler Form erfasst und in Echtzeit mit MitarbeiterInnen geteilt werden.

„Die Plattform ist das ‚Katapult ins digitale Zeitalter‘ für alle Firmen, die für das Entwickeln von Innovationen bisher keine Zeit hatten“, so Dr. Uebelacker. „Wir wollen ein digitales Ökosystem für Wellpappfabriken, Lieferanten, Software-Hersteller, Maschinenbauer, Dienstleister und viele mehr schaffen, von dem am Ende alle profitieren.“ Das Team wächst stetig und hat bereits viele Partner an Bord. Aktuell wird openpack bereits von mehr als zwanzig unterstützt, darunter auch Unternehmen aus der Region. Für die Zukunft ist geplant, dass neben den openpack-eigenen Anwendungen künftig auch deren Angebote integriert werden.

Wer die Plattform kennenlernen will, kann sich auf der Website www.openpack.net registrieren und einen kostenlosen Account erstellen.

Über das Unternehmen:

Die CIPA GmbH entwickelt mit openpack eine digitale Plattform für die Verpackungsindustrie. In der Plattform verbinden sich Hersteller, Dienstleister und Kunden in einem einzigartigen digitalen Ökosystem und fungieren als innovative Drehscheibe für die gesamte Value Chain. Neben der Digitalisierung und Vernetzung von Industriemaschinen (Industrie 4.0 bzw. IIoT) standardisiert das Unternehmen Datenformate und optimiert Branchenprozesse (z.B. Einkauf und Sales) durch digitale Lösungen. Hierfür werden die gesamte Bandbreite von bestehenden Web- und Cloudtechnologien genutzt und auch andere Partner oder Plattformen integriert. Ziel ist es, die Teilnehmer von openpack produktiver und das Leben der Mitarbeiter einfacher zu machen.

Mehr Informationen: www.openpack.net

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Text und Bilder: CIPA GmbH (openpack.)